Haltung

Hier schreiben wir mehr darüber, was uns in der Beratung wichtig ist.

Ergebnisoffenheit. Das heißt, wir orientieren uns an dem Prozess der Beratung, an dem, was im Moment da ist. Ergebnisoffene Beratung in Bezug auf Trans*, Nicht-Binäre und Gendernonkonforme Personen heißt für uns auch, nicht von einem bestimmten Trans* ‚Weg‘ oder einem bestimmten ‚Ergebnis‘ auszugehen, das in der Beratung herauskommen soll. Die Beratung soll ein Ort sein, an dem du (wenn du das möchtest) auch Neues ausprobieren kannst, zum Beispiel wie es ist, mit einem anderen Pronomen angesprochen zu werden.


Augenhöhe.
Wir gehen nicht davon aus, dass wir mehr über deine Lebensrealität, deine Situation und Problem wissen als du. Wir wissen, dass Beratung/ Therapie ein Kontext ist, der oft von Hierarchien und Machtgefällen geprägt ist. Unser Ziel ist es, dagegen zu arbeiten und laden dich dazu ein, uns kritisches Feedback dazu zu geben, ob und wie uns das (besser) gelingen kann.


Einbezug von und Auseinandersetzung mit Diskriminierungsstrukturen.
Wir denken in unserer Beratungsarbeit verschiedene Diskriminierungsstrukturen wie Trans*feindlichkeit, (Hetero-)Sexismus, Behindertenfeindlichkeit, Rassismus, Migratismus, Klassismus und Lookismus mit. Wir sind parteilich bei Diskriminierungen und fokussieren uns auf die Bedürfnisse der Person/en, die diskriminiert werden. Wir arbeiten daran, dass unsere Beratung bestmöglichst zugänglich für verschiedene Menschen ist, zum Beispiel in Bezug auf Räume oder finanzieller Möglichkeiten.


Entpathologisierung.
Wir gehen zunächst davon aus, dass ‚psychische Krankheit‘ gesellschaftlich hergestellt wird. Eine selbstbestimmte Geschlechtsidentität verstehen wir nicht als ‚psychische Krankheit‘. Es kann für Menschen (strategisch) hilfreich sein, einen Namen und Anerkennung für das Leid und die Problematik zu haben, die er*sie hat. Deshalb nehmen wir Selbstbezeichnungen in Bezug auf eigene Befähigung und ‚psychische Krankheit‘ ernst und arbeiten mit den Begriffen, die für dich wichtig sind.


Eins von mehreren Angeboten.
Wir sind eins von mehreren Angeboten, die Beratung in diesem Themenbereich anbieten. Dazu gehört auch, offen damit umzugehen, welche Positionierungen gerade im Projekt anwesend sind und welche nicht. Wir arbeiten darauf hin, dass unser Beratungsangebot unterschiedliche Erfahrungen mit Trans* Diskriminierung, Rassismus, Behindertenfeindlichkeit und Klassismus abbilden kann. Wenn wir merken, dass wir nicht kompetent zu einem Thema beraten können, verweisen wir an andere Angebote/ Institutionen weiter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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